23. Oktober 2025

Das Bühl von der Wetterseite her gesehen, das alte, leider vor ca 40Jahren abgebrannte Nachbarsbauernhaus (ein typ. stattliches Berner Bauernhaus) in der Neuenmatt, ein Brotofen an- und eingebaut im Backhüsli- also der etwas spätere Typus als unser Ofen, ähnlich wie der renovierte Sangernofen, und die Stube unseres andern Nachbars, dem Schwandacker... aus dem 3. Band von Emanuel Friedli

in

Emanuel Friedli, 14.12.1846- 5.4.1939, Lützelflüh, Lehrer, Pfarrer und Dialektologe: Hauptwerk Bärndütsch als Spiegel bernischen Volkstums, erschienen im Verlag A. Francke, Bern:

• Band 1 Lützelflüh, 1905
• Band 2 Grindelwald, 1908
• Band 3 Guggisberg, 1911
• Band 4 Ins (Seeland I), 1914
• Band 5 Twann (Seeland II), 1922
• Band 6 Aarwangen, 1925
• Band 7 Saanen, 1927
• Registerband Alphabetischer Nachweiser zu den Bänden 4 und 5

...derweil schneit es draussen zum ersten Mal diesen Herbst, darum bleib ich heute in der Stube...

8. Oktober 2025

Das Hüsli ist zusammengesetzt und wurde auf die Fundamentsteine runtergelassen- bis auf ein Brett und ein paar alte Nägel (etwa 50 Stück werden handgeschmiedet nach altem Vorbild) ist alles komplett...nun gehts ans Aufräumen und die Umgebungsarbeiten...Will jemand gegen Kost und Logis 2 Tage Schaufeln kommen?

6. Oktober 2025

Das Hüsli ist wieder zusammengesetzt. Nun muss es noch auf die Aegertenwaldsteine gesetzt werden, und das Werk ist beinahe beendet...

3. Oktober 2025

Die Schwelle ist drin, der Binder raus...

aus dieser Perspektive sieht man den Ofen nur heute,denn bald werden Schwelle, Binder und die Brettli wieder montiert und die Ostseite des Hauses wird wieder geschlossen...

Binder und Schwelle sind drin...

Das Ofenhaus geht ins Wochenende- Regenschutz ist montiert...Hoffentlich gibts nicht zuviel Wind, sonst fliegt alles davon...

1. Oktober 2025

Und schon sind die Zimmermannen bei der Arbeit und bauen das Haus wieder zusammen...Richtiger Holzbau kann man auseinandernehmen und wieder zusammensetzen...

Ich bin ja nicht gerade sehr überobergeduldig- doch das ging mir nun tatsächlich fast zu schnell. Die Flecken sind drin, nun fehlt unten noch der Abschlussbalken, die sogenannte Schwelle, der schon geduldig wartet, um verbaut zu werden. Die Ostseite des Hauses wird schwieriger zum Wiederzusammenbauen, da Ofenbauer Aeschbacher beim unvewilligten Abreissen des Ofens ebenso unbewilligt den Binder in der Mitte durchtrennte. Dieser halbe Binder muss nun entfernt werden und mit grossem Kunstgeschick wieder eingefügt werden...Davor müssen wie an der Westwand die senkrechten Bretter und die waagrechten Flecken entfernt werden...

30. September 2025

Während wir auf den Zimmermann warten, ein Blick auf das Projekt von Roberto und Leta auf dem Ballenberg: Der Schulhauswiederaufbau geht zügig voran, schon steht der Rohbau: https://ballenberg.ch/de/unterheid/

29. September 2025

Die beiden Sangernöfen stehen hier unten in etwa 1km Luftdistanz zu unserem Ofen...

Sangernöfen 1 und 2 von Oben...Wäre man früher mobiler gewesen, hätte man das Brot zentral gebacken. Diese Ofen pro Weiler bedeuten halt auch, dass man sich vorwiegend auf dem Hof und den umliegenden Feldern und Wäldern aufgehalten hat um zu arbeiten...

Sangern von der Schafweide aus gesehen...

26. September 2025

Urs und Hippolyt beim Kranen und versetzen der Steinplatte. Nun sind die Steinarbeiten am Ofen ausser ein paar kleinen Flickereien abgeschlossen.

24. September 2025

Die Platte bereit fürs verlegen...

Ofenkater 2 hat die Setzung der Platte abgenommen und ist zufrieden mit den Arbeiten. Am liebsten macht er die Rauchzugtour: Durch die Rauchzüge rein, durch den Ofen raus...

da rein...

23. September 2025

Wenig Erfreuliches bei der Garantiearbeit des Ofenbodens durch die Firma Perler, dafür schöne Bilder zum Steinhauen und den dazugehörigen Werkzeugen...

Morgen montieren wir die Abschlussplatte, eine kleine Kranerei- und eine kleine Sieblerei des Mörtels um die groben Kiesel rauszubekommen, damit die 1,26lange, 60 breite Platte dann gut in die vorbereitete Öffnung oberhalb der Rauchzüge geschoben werden kann...

hier meine schäbige Handskizze zum Abschluss der Rauchzüge... vorher waren drei längsmontierte Platten als Abschluss der Rauchzüge montiert. ...eigentl. historisch beides falsch. Es gehört eine Ofenfrontbündige Platte dorthin...

19. September 2025

...so ein Schindeldach wäre dann nächstes Jahr der krönende Abschluss der Arbeiten am Ofenhaus von 1771...( das letzte Schindeldach wurde nach dem grossen Hagelunwetter in Riffenmatt ca 2006 mit Eternitziegeln ersetzt- welche aber von Aeschbachers Bagger im 2022 wiederum beschädigt wurden)

https://schingle.ch/

17. September 2025

weit erfreulicher mein Mutterteig,...

...heute nichts als Ärger. Die Bauarbeiter streiken- und haben meine Maurerutensilien mitgenommen,... hätte ja heute die restlichen Fugen ausfugen wollen,... und werde wieder zu Nachtarbeit gezwungen, da ich auf das fehlende Material warten muss...

(altes Bild vom zu hohen Boden) Eine Linie bei jeder zweiten Platte wäre korrekt... da der Boden aber 2cm zu hoch verlegt wurde, müssen ihn die Ofenbauer runter versetzen. Da sie sich so ärgern über diese unnötige Arbeit, wird sie schludrig und entgegen unserer Vorbesprechung ausgeführt. Wirklich deprimierend, schade und wieder ein grosser Zeit- und Energieverlust!

PLUS, die beiden Abschlussteine vorne sollten gemäss Vorbesprechung mit dazugehöriger Handskizze mit Bauarbeiter M in der Mitte der Ofenöffnung verlegt werden. Leider ist die Fuge an denselbem Ort wie beim zu hohen Boden...ergo kämen die beiden vordersten Platten wieder asymetrisch zwischen den beiden Türsteinen zu liegen. ... wirklich frustrierend!

Mitte (roter Pfeil) vs jetzige Fuge (orange) irgendwo rechts der Mitte und kleines Versatzstück links (violett)

Beim Sangern Ofen 1: Korrekt mittig verlegte Platten- es ginge also schon, wenn man möchte...

Sangern Ofen 2: Die Bodenplatten sind wie bei alten Tonböden nicht versetzt verlegt, erst ab der dritten Reihe ist die Fuge mittig.... oben der Rauchzug- das Foto ganz schlecht- aber man sieht, dass die Abschlussplatte original bündig mit der Ofenfront 'aufhört' und nicht darüber hinausragt...

16. September 2025

Da ist was faul im Staate Dänemark... Boden verlegen will gekonnt sein- oder Ärger Teil drei,... oder hundert...man beachte die Nut bei der Wasserwage, welche 'gerade' nach vorne verlaufen sollte... SOLLTE...

15. September 2025

Der vom Sand befreite Ofeninnenraum....Nun wird noch der Boden nach unten korrigiert...

der gefütterte Mutterteig...

14. September 2025

Sauerteigexperiment Schritt 1... Falls der Ofen wirklich bald fertig ist, muss ich einen guten 'Mutterteig' für meine Brote haben...

Bäckers erster Streich... ehe ich dann zur Backschule gehe...

Vollkorn-Dinkel-Leinsamen-Sauerteigbrot Zutaten Sauerteig: 60 g Anstellgut + 120 g Dinkelmehl (Vollkorn) + 120 g Wasser Brühstück: 80 g Leinsamen + 160 g kochendes Wasser Hauptteig: 600 g Dinkelmehl, 320–340 g Wasser, 14 g Salz, 1 EL Apfelessig, 1 EL Öl, Sauerteig + Brühstück Zubereitung Sauerteig ansetzen: Alles mischen, 8–12 h bei 24–26 °C reifen lassen. Brühstück herstellen: Leinsamen mit kochendem Wasser übergießen, abdecken, mindestens 2 h quellen lassen Autolyse: Mehl, Sauerteig, (optional 1 EL Malz), Brühstück und 280 g Wasser mischen. 30 min ruhen lassen. Salz, Essig & Öl einarbeiten. Restliches Wasser nach Gefühl zugeben. Nur kurz kneten! Stockgare: 2–3 h bei Raumtemperatur. Alle 30–40 min dehnen & falten. In eine mit Butter ausgestrichene Kastenform (mit Plastikfolie abgedeckt) über Nacht bei 5 °C im Kühlschrank (oder ansonsten bei Raumtemperatur gehen lassen bis es den oberen Rand der Kastenform erreicht). Backen: Ofen auf 250 °C vorheizen. mit Dampf einschießen. 10 min bei 250 °C, dann 200 °C für ca. 50 min. / 15 min vor Backende aus der Form nehmen (das zweite Rezept teil ich dann wenn ich es frisch gemacht und ein Foto dazu hab.)

12. September 2025

Nun ist der Ofeninnenraum vom Sand befreit... jetzt muss der restliche Sand weg geputzt werden, die Fugen des Himmels ausgestrichen werden...und der zu hoch verlegte Boden muss nochmals herausgenommen werden um ihn 2-3cm tiefer neu zu verlegen...ebenso muss die Fuge, welche irgendwo zwischen den beiden Türsteinen liegt, mittig wischen beiden zu liegen kommen, und das dann bis hinten ans Gewölbe....

Das sind die Schaltafeln, welche in den letzten dre Tagen aus dem Ofen geschält wurden. So ist die Form des Ofeninnenraumes, ca im Juli 2024 hat der Ofenbauer Tom diese auf den verlegten Ofenboden montiert und dann mit Sand aufgefüllt, um das Gewölbe des Himmels zu bauen...Leider ist die Ofenform nicht mehr dieselbe wie beim alten Ofen, dort war der Ofen nämlich rund und nicht Birnenförmig...

Hier sieht man die runde Form und die runden Sandsteine gut... Diese Sandsteine sind nun (leider) in der hinteren Ofenmauer verbaut- im Nachhinein eine Schande, habe ich nicht darauf bestanden, diese wieder einzusetzen, resp. die Kaputten neu herzustellen...

11. September 2025

Nachdem wir letztes Jahr diesen schönen Boden verlegt haben (zum Schutz, des als Bodenplatten verlegten alten Himmels darunter) haben wir in Nachtschichtarbeit noch einen Ofenschutz gezimmert. Eine Ecke Sandsteinbankplatte ging schon in Bruch- mehr Schäden ertragen meine Nerven nicht mehr... Nun hoffen wir, dass von jetzt an alles ein wenig reibungsloser läuft! Darum noch eine Brotgewinnfrage: Wie heisst der Ofengott, den ich um Hilfe bitten kann?

Das Gewölbe von innen- zwei Schaltafeln sind draussen, noch muss die rechte halbmondförmige Tafel entfernt werden. Der Ofengott ist immer noch unbekannt, jedoch hoffen wir, dass er uns gnädig gestimmt ist. Auf dem letzten Bild der Aeschenfall, wo die Kohle und Asche vor dem Backgang runtergelassen werden kann...

10. September 2025

Wäre der Unterbau des Gewölbes fachgerecht gemacht worden, könnte man die beiden Schaltafeln nun herausziehen und den restlichen Sand entfernen. Dies ist leider nicht möglich, da die Bretter breiter sind als die Ofenöffnung. Nun bleibt nichts übrig, als zu grüblen, bis der ganze Sand draussen ist... Dies ist etwas ärgerlich, da wieder viel Zeit verstreicht- ehe wir das Hüsli wieder instand stellen können...

Die ganze Westwand des Hauses mussten wir öffnen um gut zum Ofen zu gelangen. Ebenso der vordere Teil der Ostwand wurde geöffnet- dies wird ein grosser Aufwand für den Zimmermann Beat, alles wieder zusammenzusetzen....

8. September 2025

Heute sind doch keine Ofenbauer gekommen. Darum nochmals ein Rückblick zum Sangern Ofen 2 mit seiner wunderbaren Himmelkonstruktion!

6. September 2025

Nun wird der Himmel mit Sand bedeckt... Dieses Volumen wird also bis oben mit Sand aufgefüllt...

Leer, leer, leer, alle Sandlager sind nun auf dem Ofen...Einen halben Tag schaufeln, Kessel füllen, Kessel leeren...Karrette füllen, Karrette leeren...

wie immer mit dabei, die weisse Ofenkatze...

Die Sandfüllung mit Bauarbeiter 2...

1. September 2025

Die Inschrift stammt vom dazugehörenden Speicher. Zwischen Speicher und Ofen steht ein ebenso altes Tätschdachhaus...

Ofenhaus 1 in Rüschegg, Sangern von ca 1760

Der Ofen- endlich das Pendant zu unserem Ofen, inkl. des alten Himmels aus den grösseren Sandsteinen- bei unserem Ofen sind diese noch als Boden VOR dem Ofen verlegt...

Der Sangern Ofen ist aber deutlich kleiner- der Sims ist auf weniger als 1m höhe...

Der Sangern Ofen 2, der zum Bauernhaus im oberen Teil des Weilers steht...

Bauernhaus, Ofen und Speicher (dat. 1763) Man beachte die Biberschwanzziegel, welche auf dem Dach des Ofenhüsis neu verlegt wureäden- keiner ist wie der andere, was das Dachdecken schwierig machte...

Der Ofen, der aber anders als der untere Sangern Ofen und unser Bühl Ofen bestandteil der Aussenwand des Ofenhüslis ist.

29. August 2025

So, nun ist der Ofen fertig gebaut...

Sommer 2022- 29.8.2025

25. August 2025

Heute haben Urs und ich die oberste Steinreihe gesetzt und vermörtelt... Somit ist die Ofenfront eigentlich fertig...(ausser der grossen Rauchabzugplatte, welche zugeschnitten und geschiffen ist und darauf wartet, die Rauchzüge zu überdecken...Diese Woche wird der Ofen auch hinten fertig gebaut von Roberto Rosati und seinem Maurerteam um Maurerin Letta...Anfangs September wird der Backraum nochmals nachgebessert, da dort noch ein Fehler besteht vom Ofenbauer... Danach wird ca im Oktober das Haus rundherum wieder in Stand gestellt und vielleicht vor dem Winter noch ein paar Umgebungsarbeiten vorbereitet... Und ab ca Oktober spätestens wird dann gebacken... und dann wird nächstes Jahr, als letzte Etappe das Dach instand gestellt und die Umgebungssrbeiten abgeschlossen...

Der Ofenkater auf Inspektion neben den Rauchzügen...

29. Juli 2025

Letzten Freitag hat Roberto und sein Team weitergemauert. Nun fehlen noch 30-50cm der Aussenmauer. Endlich sieht man den Freiraum zwischen Mauer und Ofen, der dann mit Sand gefüllt wird.

24. Juli 2025

die Rauchzüge, bereit um bald vermörtelt zu werden... Nun fehlen noch die zwei Ecksteine, welche wir als Binder nach hinten verzahnen werden:

Dieser Stein kommt in die linke Ecke...

Dieser kommt in die rechte Ecke...

Diese grosse Platte (natürlich zugeschnitten) wird die Rauchzüge auf etwa 130cm bedecken...

Das Möckli, bereit zur Behauung für in diese Lücke zu passen...

Der mit zur Lagerung mit Wasser bedeckte Mörtel, bereit für die letzte Steinreihe. Irgendwie ist es auch etwas traurig, ist diese schöne Arbeit bald zu Ende...

Dank den Steinen von Moritz Spycher konnten wir die Front in etwa mit rekonstruierten Steinen wiederaufbauen. Die Steine stammen vom ehemaligen Gericht in Mittelhäusern,... und die Steine auf dem Anhänger wurden an die kantonale Denkmalpflege Bern übergeben. Wer noch Steine braucht, kann sich gerne bei mir melden...

16. Juli 2025

4. Reihe vermauert und folgt der letzte Streich... 5.Reihe plus Rauchzüge vorbereiten...

Die Rauchzüge vorher,...und die noch unfertigen Rauchlöcher...

14. Juli 2025

Die Platte der Rauchzüge zu vermauern war etwas knifflig, da die Platte wirklich ganz exakt stehen muss, um die Griffsteine dann darauf zu schieben...

9. Juli 2025

jetzt fehlt noch die abschliessende Steinreihe, die Platte für die Griffsteine und die Konstruktion der Rauchzüge...Ende Juli kommt Rosati mit seinem Maurerteam, um den Rest der hinteren Mauer aufzumauern...

Die Ofenkatze ist immer dabei, wenn ich mit Steinbildhauermeister Urs Schmidt aus Rümligen am mauern bin...

27. Juni 2025

Dritte Reihe vermauert und die vierte links begonnen... nun gehts ans Herzzstück, die Rauchzüge...

23. Juni 2025

die dritte Reihe ist bereit zum Vermörteln- morgen geht es weiter mit der Arbeit zur vierten Reihe...Die fünfte Reihe ist bereits die letzte...

Planung der Rauchzüge- das wird mir noch ein paar schlaflose Nächte bereiten... Und endlich habe ich begriffen, weshalb die Steine oberhalb des Türsteins nicht mit der Mauer links und rechts des Türsteins verbunden war.....

da ist eine grosse 'Schneiderfuge'...weiss jemand wieso? Das gibt wieder ein Brot!

19. Juni 2025

nun kommt die 3. Steinreihe, ehe es dann wieder richtig kompliziert wird mit dem Mauern der Rauchzüge...

Meine zwei Gehilfen beim Ofenhaus...

1. Juni 2025

Mauern eines alten Stalls beim Punkt 1330 neben dem Sollergrabe im Gebiet Schwefelberg. So wurde also auch hier gemauert. Dank Dachs oder Fuchs sieht man auf der Südseite des Stalles, dass die Mauer ca. 1m unter das Erdreich gebaut wurde... Wie üblich finden sich in den Ecken und unter den 'Pfeten' grössere Steine...

24. Mai 2025

Mise en place der ersten von 5 Steinreihen... Brotfrage: Wieviele Steine plane ich in der Front einzubauen?

22. Mai 2025

Steine passend bearbeiten durch Steinbildhaumeister Urs Schmidt...

19. Mai 2025

Meine Steine...

...seine Front...

bis hier wird die Front mit alten Sandsteinen aufgemauert...

möglichst originalgetreu versuche ich die Steine zu vermauern...

18. Mai 2025

Mauern in Colombier NE

Brot zu gewinnen! Wer sieht SIE?

15. Mai 2025

Unter wachsamen Augen der beiden Kätzinnen spielten wir heute wieder Frontsteinsetzpuzzle... Gut Ding will Weile haben...

9. Mai 2025

Das Ofenhaus von oben... langsam wird das Wetter besser und der Bau geht bald weiter. Bis da müssen wir noch Sandsteine von einem Ofen aus einem Stöckli in Niederscherli holen und riesige Mauersandsteine ebenfalls aus Niederscherli... So hoffe ich, dass die Front dann fast wieder so aussieht wie vor dem unsachgemässen Abriss durch Ofenbauer A...

Unser sehr fähiges Maurerteam unter der Leitung von Roberto Rosati versetzt momentan das alte Schulhaus Unterheid bei Meiringen aus dem Jahre 1830 auf den Ballenberg. Es ist ein vierstöckiges Steingebäude, welches sorgfältig abgetragen wurde (so, wie das mit unserem Ofen auch hätte geschehen sollen) und nun wieder Stein für Stein aufgebaut wird. Hier der Link dazu, wer das Projekt auch gerne verfolgen möchte. Man kann die jetzige Baustelle auch besuchen. https://ballenberg.ch/de/unterheid/

Was heute mit Zement gebaut wird, der durch die Zugabe von Wasser abbindet (Hydratation), wurde bis ins 19.Jh mit Kalkmörtel gebaut, welcher durch die Abgabe von Wasser und Aufnahme von CO2 aus der Luft aushärtet. Ebenfalls auf dem Ballenberg wird dieser gebrannte Kalk seit einigen Jahren in einem einfachen Feldofen hergestellt, da zur Renovation der Gebäude des Ballenbergs dieser Kalk und Kalkmörtel oft verwendet wird. Hier ist eine schöne Darstellung, Beschreibung und Bebilderung des ganzen Prozesses: https://ballenberg.ch/de/kalkbrennen-kalkloeschen/

5. Mai 2025

Die Plastikabdeckung ist weg und ich lasse die Steine vom Regen waschen. Denn hier lagern meine Sandsteine, welche ich für den Wiederaufbau der Front brauche...

1. Mai 2025

Der Weiterbau und Mise en place fürs Weitermauern...

Der Kalkmörtel wird mit gebranntem Kalk hergestellt. Dazu wird Sand und der gebrannte Kalk zusammen vermischt, durch das Zugeben von Wasser wird der Kalk gelöscht und das Gemisch wird 100Grad warm. Brotfrage: Weshalb erhitzt sich dieses Gemisch durch das Zugeben von Wasser?

Der Kalkkreislauf von Roberto Rosatis Homepage... www.bsa-rosati.ch

30. April 2025

Heute wurden die Eisenbänder hintergossen und zum Teil mit handgeformten Schamottsteinen der Lohner Ziegelei https://www.lohnerziegelei.ch/ hinterlegt. Ebenso wurde der Aufbau des Ofenraumes mit Mörtel verputzt, dass eine schöne Fläche entstand...

Heute wurden die Eisenbänder hintergossen und zum Teil mit Schamottsteinen hinterlegt, damit sie nun überall eng am Ofenraum anliegen... Oben auf dem Himmel des Ofens sieht man den Tuffsteinaufbau für die Rauchzüge...

Mise en place und Vermörtelung der ersten Steinschicht....

29. April 2025

Und wieso nun diesen Tuffstein-Exkurs? Da die Rauchzüge die hinten am Himmel den Ofen verlassen, auf einem Tuffsteinaufbau über dem Himmel nach Vorne des Ofens führen- denn dieser Ofen hat kein Kamin! Tuffstein aus z.B. Italien ist vulkanisches Eruptivgestein aus verfestigten vulkanischen Aschen. Der Kalktuff in der Schweiz ist jedoch ein junges sekundäres Sediment. Es gibt in Europa auf der schwäbischen und fränkischen Alp Vorkommen dieses weichen Gesteins, wie im Alpenvorland. Das wären dann die Vorkommen am Thunersee, im Simmental, in der Lauenen, und im Gurnigelgebiet. Man findet jedoch in der Sense auch die vulkanischen, harten Tuffsteine. Folgendes zu den hiesigen Tuffsteinen aus Wikipedia: Mit der irreführenden Bezeichnung „Kalktuff“ werden „stark poröse bis kavernöse und wechselnd verfestigte, nicht marine Karbonatgesteine bezeichnet. Begriffsverwirrung entsteht, wenn der Begriff Kalksinter und seine parallelen Begriffe Kalktuff und Travertin synonym verwendet werden. Zu Missverständnissen gibt oft Anlass, dass vulkanische Tuffe nach moderner petrografischer Auffassung allein als Tuffe anzusprechen sind. Diese sind im Gegensatz zu den Kalktuffen Gesteine aus verfestigten vulkanische Aschen und entstammen einer völlig anderen Petrogenese. Kalktuffe haben keine deutliche Schichtung und sind nicht gebändert. Sie zeigen teilweise gleichförmige, mitunter aber auch blumenkohlartige Oberflächen und enthalten teilweise versteinerte Pflanzen und Kleintiere wie z.B. Schnecken. Sie liegen häufig in gelockerter und nur teilweise verfestigter Form vor. So können sie nicht poliert, in bruchfeuchtem Zustand jedoch mit Handsägen oder Messern geformt werden (gute Bearbeitbarkeit) und härten danach aus. Zudem haben sie aufgrund ihrer zahlreichen, partiell auch großen Hohlräume gute wärmedämmende Eigenschaften. Im Gegensatz dazu sind Travertine deutlich geschichtet, fest und polierfähig. So wird im natursteinverarbeitenden Gewerk in Deutschland ein Kalktuff als Travertin bezeichnet, sofern er fest und polierfähig ist. Er kann nicht mit einem Messer geformt werden. Wird er gegen seine Lagerrichtung gesägt, so zeigt sein Schnitt eine deutliche Bänderung. Ein solcher Naturstein ist etwa der Cannstatter Travertin. Die Ablagerung von Kalk als Kalktuff entsteht vornehmlich hinter kalten Schichtquellen (Kalktuffquellen) im Karst. Solche Ablagerungen gibt es in einigen Karstgebieten der humiden, gemäßigten Warmklimazone seit der letzten Warmzeit (siehe Würmeiszeit) und auch gegenwärtig noch. Ob es zu Ausfällung von Kalk aus Karstwasser kommen kann und in welchen Mengen, hängt allgemein von den klimatischen und geologischen Bedingungen ab, besonders von weiteren physikalischen und chemischen Bedingungskonstellationen, die regional oder lokal vorliegen müssen. Kalktuffquellen: Eine Kalktuffquelle ist eine Quelle, die durch kalkhaltiges Grundwasser gespeist wird und durch Ausfällungen von Kalksinter (Kalktuff) im unmittelbaren Quellbereich charakterisiert ist.

Zum Steinsockel des Ofens. Dieser wurde aus Tatüren aus Plasselb gebaut. ( www.tatueren.ch ) Der Tatürenstein ist ein Quarzsandstein aus der Flyschformation. Der Quarzsandstein ist sehr druckfest und nimmt kaum Wasser auf, was ihn für den Ofenbau ungeeignet macht, da ein Stein, der Wasser nicht gut aufnimmt, sich nicht gut mit dem Mörtel verbinden kann. Also eigentlich ein Fehler, den wir leider zu spät bemerkten. Wir gestatteten unserem Mauerer, den Sockel mit diesen Steinen zu bauen, in der Meinung, dass er auch alte Steine des Ofens vermauern wird. Leider sind nur die ersten Lagen des Ofensockels aus alten Steinen- wir konnten sogar rekonstruieren, welche Riesensteine wo verbaut wurden, der Rest wurde dann simpel wie eine Gartenmauer mit Tatüren aufgemauert... Ab Sockelhöhe bestanden wir darauf, dass nun nur noch vorhandene, also bereits im alten Ofen verbaute Steine verwendet werden sollen, was der vorangehende Maurer aber nicht wollte und konnte. So arbeiten wir nun mit einem neuen Maurer zusammen, der schon sehr viele alte Steinmauern restauriert hat, und auch mit Rundsteinen mauern kann. Er vermörtelt diese Steine mit dem noch heissen abgelöschten Kalkmörtel, was den Vorteil hat, dass dieser heiss vermörtelte Mörtel um einiges härter und stabiler wird, als der gelöschte und abgekaltete Mörtel.

Da bis anhin dieser Sockel mit einer geraden Fläche aufgehört hat, kann man aus Stabilitätsgründen nicht einfach darauf weitermauern, da wegen des Druckes des Ofengewölbes, der nach aussen drückt, ein besonders stabiles Widerlager gebaut werden muss. Deshalb wurden einzelne Tatüren rausgenommen, um eine Verzahnung der Mauer von unten nach Oben zu gewährleisten. Wenn nun Druck von Gewölbe nach aussen kommt (und das sind mehrere tausend Kilos!) wird dieser Druck 1. von den Eisenbändern um das Gewölbe aufgenommen und 2. von dieser Steinmauer um den Ofen- genannt Widerlager.

Mein Vater hat unter anderem zwei Links zu Lehrwerken zu Bögen/ Gewölben/ Kuppeln ausgewählt, wo erklärt wird, wie sich der Druck in Gewölben verhält, und wo die Kraftlinie/Drucklinie durchgeht, und wie die Kraftlinie durch das Belasten des Widerlagers UND des Gewölbes verändert und verbessert werden kann. Denn der Druck sollte möglichst nach unten gehen und nicht nach aussen, und dies erreicht man mit einem stabilen Widerlager, welches auch ganz einfach durch Gewicht die Kräfte nach unten verschiebt. Man kann diese Kräfteverhältnisse recht einfach mit Vektoren darstellen und auch 'berechnen'- dies ist auch der Grund und die Anwendung dieser gymnasialen Vektorrechnungen... (Hätte dies doch der Mathematiklehrer damals erwähnt. Vektorrechnen ist zwar einfach und lustig, der Sinn davon blieb mir aber bis heute unbekannt...)
boegen-gewoelbe-kuppeln-teil-2.pdf
Dieses Werk ist gut verständlich und anschaulich!
VL-06_BogenGewoelbeStatik.pdf
Hier muss man ein wenig mehr studieren, um alles nachvollziehen zu können, da zum Teil auch sehr alte Dokumente aus dem 17. Jahrhundert verwendet werden.

26. April 2025

Die Stadtmauer in Thun. in den Ecken sind Tuffsteine verbaut, da diese besonders stabil sind... Es sind aber nur noch ganz unten die originalen Steine, welche z.B. bei Quellen im Schlosspark Hünegg bei Thun zu finden sind. Oben sind es die noch härteren aber auch viel schweren Tuffsteine, welche auch heute noch in Italien abgebaut werden, und welche noch gehandelt werden... Die CH Tuffsteine aus quellnahen Gebieten sind geschützt und dürfen nicht mehr abgebaut oder mitgenommen werden...

echter CH Tuffstein blau eingekreist...

oben die härtere, schwerere wahrsch. ital. Variante

an dieser Ecke scheint auch die originale Version erhalten zu sein...

Der Zyroturm von vorne...

25. April 2025

geschtr am aabe heimr 2 Dinkuvollkornbrot bache... die chame gwinne, weme d Ofefrage richtig beantwortet...

Das Ofenhaus von 1770 von Westen- Süden- Osten- und Norden her gesehen...und das Bühl, etwas trostlos bei diesem Wetter

und Blumen, die sind auch bei Regen farbig ...

Das Ofenhaus von 1770 aus allen vier Himmelsrichtungen... und das trostlose Bühl bei Regen- immerhin bleiben die Blumen farbig, trotz dem Grün-Grau rundherum...

24. April 2025

Diesmal eine echte, faire Wettbewerbsfrage? Weshalb wurden einzelne Tatüren aus dem Sockel entfernt?

heute wurde die kabutte Bankplatte entfernt und Tatürensteine vom hinteren Teil des Ofens rausgespitzt. Danach wurde das Hüsli endlich gründlich vom Sandsteinstaub gereinigt- nun kann man schon fast drin wohnen...

23. April 2025

BAUBEGINN FRÜHLING 2025- Das Ofenhaus, der Zwerg, Flusssteine, die alten Eisenbänder, die neuen Eisenbänder (die dann komplett eingemauert werden) der Platz des Sumpfkalkmörtelfärichs, Sandsteine und ihre Behauung, die Ofenfront mit Katze...

der alte Ofen und der im Bau befindliche neue Ofen... nun fehlt noch die Front und hinten der burgähnliche Weiterbau der Mauern um den Backraum...

da wird nun diese burgähnliche Mauer um den Ofenraum aufgebaut...

und auch hier...

Brotgewinnfrage: Wann wird der Ofen fertig gebaut sein?

22. April 2025

die alte Sand/Sumpfkalkmischung wird heute abtransportiert. Die Mischung ist im Winter mehrmals gefroren und somit unbrauchbar geworden...

Diese Woche wird die Baustelle aufgeräumt, damit nächste Woche mit dem Weiterbau am Ofen begonnen werden kann!

Wer möchte wiedereinmal ein Brot gewinnen?

8. Januar 2025

Gedanken und Geschichte zum Ofen im Bühl: Im Bühl in Riffenmatt steht seit mindestens 300 Jahren ein 4x4x2m grosser Brotbackofen, freistehend in einem holzigen Backhaus. Diese Bauweise ist nur noch sehr selten zu finden, da normalerweise der Ofen Teil der Aussenwand des Ofenhauses ist (Siehe z.B. Ofenhaus im Ballenberg, oder Ofenhüsli kleineren Ausmasses hier in der Region) Bis etwa 2010 wurde der grosse Ofen rege beheizt, um bis zu 30kg Brot zu backen pro Backgang. Die Riffenmatter Frauenvereinsgruppe hat dort regelmässig gebacken und mit den Bewohnern des Bühls etliche Kilos Brot hergestellt. Vor etwa zehn Jahren bekam der Ofen immer mehr Risse, so dass wir sicherheitshalber aufs weitere Einfeuern verzichteten um den Ofen nicht durch die Hitze zum Einstürzen zu bringen. Wir waren aber traurig ob des Verzichts aufs Backen und machten uns Gedanken, wie es mit dem Ofen im Bühl weitergehen könnte. Heutzutage heisst es schnell einmal: Diesen alten Plunder reisst man besser ab, das hat keinen Zweck diesen Ofen zu restaurieren. Da wir aber sowohl an der alten Backkunst, am gemeinschaftlichen Backen wie zu 'Vrenelis' Zeiten wie auch an alten Bau(kunst)werken hängen, haben wir uns entschieden, den Ofen restaurieren zu lassen. Wir machten uns auch viele Gedanken, wie der Ofen in Zukunft genutzt werden könnte, da eine derart riesige Summe an Zeit und Geld in einen lebendigen, vielfältig genutzten Ofen und in ein rege besuchtes Ofenhaus investiert werden soll! Etwa 2016 sprachen wir zum ersten Mal mit Tom Jost dem Ofenbauer, wie man den Ofen restaurieren könnte. 2019-2021 versuchten wir mit verschiedenen Ofenbauern das Projekt aufzugleisen. Da heutzutage das alte Hafnerhandwerk kaum mehr bekannt ist, merkten wir, dass eine Renovation des Ofens sehr kompliziert werden könnte und dass wir selber uns eine Menge an Wissen aneignen müssen um den Bau zufriedenstellend abschliessen zu können. 2021 begannen die Ofenarbeiten und wir wurden vor die Tatsache gestellt, dass eine Restaurierung des alten Himmels auf den unstabil gewordenen Sockel bald wieder zu Rissen am neu restaurierten Ofen führen könnte. Wir wurden quasi zur Entscheidung gezwungen, den ganzen Ofen abzureissen, um ihn dann so ähnlich wie möglich wieder neu aufzubauen. Wir verbrachten viele Stunden damit, die 30-40 Kubikmeter an Sand- und Flusssteinen zu sortieren um so den Wiederaufbau angehen zu können. Und ebenso verbrachten wir Stunden damit, einen Maurer zu finden, der mit diesen alten Steinen einen Sockel aufmauern könnte, wo dann der Himmel von Tom Jost dem Ofenbauer darauf gebaut werden könnte... Ein schwieriges Unterfangen, da heute mit modernem Zement und Steinen aus Einheitsmass gebaut wird und kaum ein Maurer noch das alte Handwerk beherrscht... Im April 2024 konnten wir nach langem Suchen und Planen mit dem Wiederaufbau beginnen. In verschiedenen Etappen, welche immer wieder neue Herausforderungen und Erkenntnisse mit sich brachten konnten wir den Ofen durch den Maurer bis zur Sockelhöhe aufbauen lassen, so dass Tom Jost von Perler Ofen dann den neuen Feuerraum/Himmel konstruieren konnte. Nun stehen die letzten Bauetappen an. Da der Druck des Himmels mit zwei Metern Durchmesser durch zwei Metallbänder abgefangen werden muss, machten wir uns im Sommer auf die Suche nach einem Schmied, der diese 'ungewöhnliche' Arbeit ausführen kann und will. Anhand des alten Eisenbandes versuchten wir eine möglichst ähnliche Konstruktion zu finden, welche auch mit den heutigen, leider weniger umfangreichen Kenntnissen als Früher von einem Schmied vor Ort um den Himmel gelegt und geschmiedet werden kann. Als nächstes werden diese Eisenbänder dem Ofen angepasst, im riesigen, 0,6 Kubikmeter grossen Türstein verankert, ehe dann die Maurer den Rest des Mauerwerks aufmauern können. Auch da warten noch etliche Stunden mit Studium der alten Fotos, um die Front möglichst ähnlich dem alten Ofen aufzubauen (Japanische Restauration). Der Maueraufbau um den Himmel wird mit den alten Flusssteinen und Sandsteinen in alter Bauweise vorgenommen Mit der Restauration des riesigen Brotbackofens

werden viele gesellschaftliche, handwerkliche wie auch marktwirtschaftliche Probleme angegangen, zu denen es keine gängigen Lösungen gibt. Der Erhalt des alten Ofens im Ofenhaus betrifft das Thema Landschaftschutz. Ebenso werden wir ausschliesslich Tannäste aus den umliegenden Wäldern verbrennen, welche wir bereits seit geraumer Zeit in mühsamer Handarbeit mit Gertel und Beil bearbeiten und zu Meterästen verarbeiten, resp. die kleineren Äste dann zu Wedelen binden. Die im Wald verbleibenden Asthaufen der 'Kriesäste' dient wiederum kleinen Tierchen als Unterschlupf und trägt zur Artenvielfalt und zum Landschaftschutz bei. Das Backen ohne Strom von grossen Mengen Brot spart sehr viel Energie, was einen Beitrag zum Klimaschutz darstellt. Der gesellschaftliche Anteil liegt im gemeinsamen Backen, aber auch darin, den Ofen Schulklassen, Parkbesuchern und Kulturinteressierten Menschen zugänglich zu erhalten. Die Verbindung von Jung und Alt an den Backtagen, wo altes Brotbackwissen, aber auch alte Bräuche und der Umgang mit den alten Werkzeugen gepflegt werden soll, möchten wir wieder aufleben lassen. Ebenso werden wir einige alte Brotbackwerkzeuge wieder herstellen 'lassen' müssen, was uns in Kontakt mit den alten Handwerkern bringt, und bis jetzt schon so manche schöne alte Geschichte und manch alter Brauch in unseren Wissenschatz gebracht hat. Und die Identifizierung mit der Region ist dadurch gegeben, dass das Nachbarhaus mit seinem grossen Keller Teil des Klosters Rüeggisberg war und wir stark davon ausgehen, dass dieser Ofen auch im Zusammenhang mit dem Kloster genutzt wurde. So werden alte Verbindungen zwischen den verschiedenen Regionen, die heute zum Teil so abgespalten gelebt werden, wieder hergestellt- und es bahnt sich sogar der Weg ins Freiburgisch Plaffeien, wo unter dem Gasthof zum 'Goldenen Kreuz' ein ebenso alter riesiger Gewölbekeller ebenso im Besitz des Klosters Rüeggisberg gewesen ist: Das Bühl als Brotbackdrehscheibe zwischen Bern und Fribourg! Nicht zuletzt dient die Renovation auch dem Erkennen und auch Weitergeben (ich plane ein Buch über diesen unglaublichen Ofen zu schreiben, damit möglichst viel Wissen und Details des Ofen(baus) erhalten bleiben können) der unglaublichen Arbeit der Menschen um 1700, wo in mühsamster Handarbeit Stein für Stein angeschleppt wurde, die umliegenden Äcker von den Alten und den Kindern von grösseren und kleineren Flusssteinen gesäubert wurden, damit diese dann im Ofen verbaut werden können. So komme ich zur Kategorie 'Nachhaltige Wirtschaft' welche ich ausgewählt habe, da schlussendlich der Ofen fertiggestellt sein wird und als funktionierender Ofen eben doch am meisten zu diesem Thema beitragen wird. Regionale Wirtschaftskreisläufe: Wir werden ausschl. Körner und Mehl aus der Region verbacken und werden uns wohl wirklich auf Riffenmatter, Rüschegger oder Schwarzenburgerprodukte fokussieren, da wir den Anbau von Getreide, der wie das alte Handwerk aus den unwirtlichen Höhen von Riffenmatt fast gänzlich verschwunden ist. Es ist uns ein Anliegen, dass es auch in Riffenmatt wieder mehr Kornfelder wachsen sollten, auch wenn dies als 'Nicht Wirtschaftlich' betrachtet wird. Die Nutzung von Ressourcen liegt in der Nutzung des Tannenholzes welches in den umliegenden Wäldern en masse verfault, da in der heutigen Zeit der Gang in die 'Landi' einfacher geworden ist, als die mühsame, aber sehr schöne Arbeit des Zusammentragens und Rüsten von Tannenästen. Die gebackenen Brote, ob an Ständen verkauft, von den Backfrauen hergestellt oder von Privatpersonen als 'Erlebnis Backen' produziert, soll an die mühselige Arbeit erinnern und die Wertschätzung des heutigen Wohlstands fördern! Unsere Visionen und Pläne, welche wir mit dem Wiederaufbau des Ofens realisieren möchen sind folgende: Das Wiederbeleben und Pflegen der Tradition, welche heutzutage oft billiger Funktionalität zum Opfer fällt. Zugänglich machen des Ofens für Schulen/Vereine/Firmen, Parkbesucher/Endverbraucher und Vertrieb der Brote in der Grossregion Schwarzenburg. Transparenz der Energie und Rohstoffproduktion bis zum

Endverbraucher mittels Rückverfolgbarkeit der Lieferkette. Sprich: Mehl vom Bauern aus der Region, Holz vom Wald rund ums Bühl… Besichtigungen des Ofenhauses: Lokale/Regionale Bevölkerung welche am alten Backhandwerk interessiert sind. 'Schaubacken', Führung durchs Ofenhaus, Frauen- und Backvereine (Aufbau eines regelmässigen gemeinschaftlichen Backzyklus) Baudenkmalinteressierte, Dokumentation der Restauration und dem damit verbundenen wiedergefundenen Wissens über das Ofenhaus sowie die Sitten und Bräuche der damaligen Zeit (in Analogie Emanuel Friedli: Bärndütsch als Spiegel bernischen Volkstums: Guggisberg)

Das ist die aktuelle Ansicht des Ofens im Winterschlaf. Da die Temperaturen viel zu kalt sind, um mit dem historischen Mörtel die Steine zu vermauern, macht der Ofenbau aktuell Pause, bis es wieder wärmer wird. Wettbewerbsfrage mit Brotgewinn: Was ist die Mindesttemperatur um mit dem historischen Mörtel bauen zu können?

25. November 2024

Nun ist das zweite obere Eisenband montiert, falls es nochmals warm wird, können wir das Band vorne mit Fliessbeton untergiessen, ansonsten ruht nun der Ofen ein wenig, ehe die letzte Bauetappe in Angriff genommen wird. Ich werde den Blog aber am Leben erhalten mit Beiträgen zu Öfen, Broten und Teigen...

14. November 2024

Nun sind die Löcher für das Eisenband, welches den Himmel stabilisiert gebohrt und die Kerbe für das Flacheisen gehauen. Morgen kommt der Schmied Wenger aus Thun, welcher hervorragende Arbeit leistet und das alte Schmiedehandwerk noch beherrscht...

7. November 2024

Nun ist endlich der alte Sandsteinhimmel, der am Boden vor dem Ofen verlegt ist, richtig geschützt.

4. November 2024

Nun wurde das untere Eisenband zur statischen Sicherung des Ofengewölbes um das Gewölbe angelegt... bald kommt das obere Band, der Frontstein ist gesetzt. Da müssen zwei schräge Löcher gebohrt werden, wo dann mittels Gewindestangen das Eisenband am Frontstein fixiert wird...

23. Oktober 2024

Ulrich der Stein zum Zweiten...

Die Bankplatte für unter die alte Nische...und verschiedene Arten der Scharierung von Michele dem Steinmetz...

22. Oktober 2024

Ulrich der Stein

21. Oktober 2024

während es im Ofenhaus noch nicht so vorwärts geht, haben wir fleissig Äste gerüstet und Wedelen gemacht...

Brotfrage: Wie nennt man dieses Ding?

15. Oktober 2024

Heute haben wir den alten unteren rechten Türstein gefunden...

25. September 2024

Wir warten noch im er auf die Montage des Eisenbandes, ehe die Maurer ihre Arbeit am Ofen wieder aufnehmen können. Schmiede zu finden ist heutzutage schwierig! Das richtige Schmiedehandwerk ist sozusagen ausgestorben, heutzutage wird geschweisst! Ein Metallbauer, der den Ofen anschauen kam für eind Offerte zum Anlegen des Eisenbandes machen durfte meinte vor Ort: Das ist dann aber 1-2 Tage Arbeit vor Ort, das sei ihm zu viel Aufwand, er würde lieber Vorproduzieren und dann vor Ort in ein paar Stunden die Bänder anbringen. Die Bänder auf Platz anpassen sei viel zu aufwändig, da müsse er ja dann Werkzeuge aus der Bude mitnehmen...ich dachte mir, ja, genau so stirbt jegliches Handwerk, wenn die Arbeit zu mühsam wird und nur noch maschinell vorgefertigtes verbaut wird. Und, welch guter Auftrag von uns, einzigartig und kreativ! Viel Arbeit und wenig Materialkosten... aber schlussendlich fanden wir noch einen richtigen Schmied... bis er kommt, zeichne ich noch ein paar Plåne der Stein/Metallverbindung und der Metall/Metall Verbindung.

Heute wiedermal in der Beiz in Plaffeien. Da haben sie die alte Mauer sichtbar gemacht! Interessant, dass unten die kleineren Flusssteine und oben die grossen Sandsteine verbaut wurden...

Ein Zeitzeugnis ist die Behauung der Steine durch die Steinmetze, welche einst als die wichtigsten und ranghöchsten Bauherren galten! (Buchtipp, die drei Säulen)

Die sog. 'Liibige' wurden bis in den 2. Stock, der beim Dorfbrand von 1906 übrigens erhalten blieb, mit riesigen Sandsteinquadern gemauert, da diese einfacher in Form zu hauen waren als die Flussteine aus der Sense, welche unten im Mauerwerk verbaut sind...

Der Gasthof vor dem Dorfbrand

Der abgebrannte Gasthof im Mai 1906....deutlich sichtbar die dicke Mauer der unteren zwei Stockwerke....Das Haus wurde im 17. Jh erbaut und gehörte, wie das Bühl 14, also unser Nachbarhaus zum Kloster Rüeggisberg. Da die Bauweise sehr an unseren Ofen erinnert, nehme ich an, dass auch das Ofenhaus zum Kloster Rüeggisberg gehörte...

Mit diesen Hölzern (nachträglich natürlich abgeschnitten) haben sie die 80cm langen Steine in die Höhe gehievt...

3. September 2024

diese Ofenkatze sucht ein Plätzli, sie wäre weiss... und hat ein paar Russflecken, und sucht sofort ein neues Zuhause!

29. August 2024

Nun erreichen die Rauchzüge fast die Oden Vorderwand, wo dann die 'Löcher' mit den alten Sandsteinen gemauert werden...

der Rauchzug ist seitens der Ofenbauer fast fertig...

und plötzlich kommen Unachtsamkeiten ans Licht, schön versteckt unter dem 'Kopfschutzflies'...unverständlich, wie man ohne Rücksprache mit den Eigentümern tragende Balken ansägt...

die letzten Schamottsteine ...

28. August 2024

die Rauchzüge, welche nun in horrendem Tempo entstanden sind...Auf dem Tuffsteinaufbau werden dann die drei- zu zwei vereinten Rauchzügen an die Backofen Vorderwand gedührt...

24. August 2024

und fertig ist der Himmel... wer will ein Brot und sagt mir wie diese Löcher heissen?

23. August 2024

Anfangs Woche begann der Bau des Himmels auf dem vorgeformten Sand. Dafür wurde der Sand mit einer 'Lehre' schön ebenmässig geformt und füllt nun den o eren Teil des Backraums aus. Unten auf dem Backboden baute Tom ein Gestell, damit eben nur die Hälfte mit Sand gefüllt werden musste...Auf dem Sand verlegten die beiden Ofenbauer das Gewölbe, das sowohl von hinten nach vorne wie auch von Seite zu Seite selbsttragend ist. Dafür wurde jeder Stein des Gewölbes auf 3-4 Seiten beschnitten, so dass er leicht keilförmig ist...

ein paar Details...

Wieder einmal eine Brotgewinnfrage: Was wurde hier gemauert? Wie heisst das?

15. August 2024

...der aktuelle Baustand...im Moment harzt es gerade ein wenig und wir waren in den letzten Tagen damit beschäftigt, wieder einen guten Energiefluss herzustellen, damit der Bau zufriedenstellend weitergeführt werden kann. So merkte ich, dass ich mit einigen Details nicht zufrieden bin und dass der Weiterbau noch näher an das Erscheinungsbild des alten Ofens angepasst werden muss. Der ungewollte Abriss durch den groben Ofenbauer vor zwei Jahren hat tiefe Wunden hinterlassen, welche es stets noch gilt zu heilen. Das wurde mir in den letzten Wochen wieder sehr bewusst und ich brauchte Zeit um zu spüren, wo der Schuh genau drückt... und so wurde mir bewusst, dass der Ofen zwar neu aufgebaut aber eben vom Erscheinungsbild so fest wie möglich dem alten Ofen ähnlich sein soll...quasi ein Nachbau... Zum Glück sind unsere Handwerker so geduldig und professionell, dass sie ihre Ideen an unsere Vorstellungen anpassen konnten... Bald gehts weiter... mit einem Schmied, der das 'alte' Stahlband um das Widerlager des Himmelaufbaus zu rekonstruieren versucht...

7. August 2024

Auf dem gemauerten Untergrund dient eine Schicht Kies und danach feiner Sand als Untergrund für die Schamottsteine. Diese Steine ist bereits der fertige Backofenboden...

....und fertig ist der Backofenboden inklusive dem .... Brotfrage: Wie heisst nun dieses Loch und wozu dient es?

30. Juli 2024

Heute hat Tom Jost von Perler Ofenbau und sein Mitarbeiter am Brennraum weitergearbeitet...und auch etwa die Hälfte der alten Schamottsteine wieder verbaut..

27. Juli 2024

Mme Lips und ihr Teig für das Brot von Morgen für den Beläbä Märit...

Webakeit am Waldelfen Märit im Liebefeldpark in Bern...pão com chouriço scheint beliebt zu sein...

26. Juli 2024

Einblick in den Bauch des Ofens. Selbst der Schamottsteinlieferant hat noch nie den Aufbau eines so grossen Brotbackofens mitverfolgen können...Alle, welche 'webakeit' folgen sehen also etwas sehr aussergewöhnliches,...auch Tom Jost unser Ofenbauer hat erst wenige Öfen dieser Dimension bauen dürfen...

Derweil bin ich dabei den Märit für Morgen vorzubereiten...und frische Kräuter zu ernten:

Chäslichrut und Simba

24. Juli 2024

www.webakeit.ch ist nun vollständig aufgeschaltet und wurde mit Texxtlis versehen!

Am Montag sind die neuen Schamottsteine gekommen, um den Himmel und den Backraum des Ofens aufzubauen. Die ersten Platten sind bereits griffbereit auf der Ofenmauer, der Rest wartet vor dem Haus, um verbaut zu werden...

Wieviele Tonnen Schamottsteine wurden da angeliefert?

Schamottsteine in verschiedener Form für den Backunterboden, den Backboden (Platten), die Wände des Feierraums und den Himmel... konisch, damit sie sich ineinander verkeilen und dann so statisch stabil werden...

Schamottmörtel B und fein...

17. Juli 2024

Nächsten Montag wird Tom Jost mit dem Einbau des Brennraumes beginnen...Die Frage mit der Anzahl Schamottsteine ist noch nicht ganz geklärt- ich denke Sven bekommt aber das Brot, denn er kommt es auch selber abholen...da sind wir bestechlich...

Neue Brot- Gewinn- Frage: Wieviele Kilogramm Teig kann man in unserem Ofen gleichzeitig backen?

16. Juli 2024

Hier gibt es am 27.7. unser Brot zu Kaufen! ...und noch es paar Sächeli mehr...

11. Juli 2024

Wer möchte ein paar Postkarten um damit Feriengrüsse inkl. Werbung für unser Projekt zu versenden?

Übrigens, der Starkregen hat unseren Vorplatz ziemlich gut gereinigt und sonit saniert...bald verteile ich noch ein wenig vom Schwefelberg Kalk, um das Loch rund um den Senklochdeckel aufzufüllen,...doch vorerst lassen wir es noch ein wenig regnen...

6. Juli 2024

Heute gabs biz Ärger....

normalerweise sollte man den 'Zement' separat entsorgen...da es aber äuä so gäbig war, die Maurergeschirre auf unserem Vorplatz zu säubern, gab es einen grossen Sumpf auf dem Vorplatz. Denn dieser ist mit Schwefelbergmergel belegt, der das Wasser aufnimmt, oder wenn es zuviel ist, fliesst das Wasser oberflächig ab ins Senkloch...Durch das feine Ziegelmehl verstopften die Poren des Mergels und es entsand so eine glibbrige Schlikmasse, welche wir heute mühsam vom Mergel abkratzten...gut sieht es immer noch nicht aus,...das Senkloch, welches glücklicherweise nicht der biolog. Kleinkläranlage angeschlossen ist, war bis zum Abflussrohr gefüllt mit diesem Schlick- sprich, biz Starkregen und das hätte eine schöne Schlickwasserüberschwemmung gegeben. Das Senkloch haben wir auch ausgeschaufelt und warten nun auf den Regen ;-)

das ist der Pfludi, der noch immer entwässert und abtransportiert werden muss...

und dann haben wir zum 100x unsere Steine aufgeräumt und sortiert...es gäbe noch viele, welche man in den Ofen einbauen könnte...

...und jetzt regnet es wieder so richtig, mal schauen, was der Vorplatz dazu meint...

4. Juli 2024

der Ofen nimmt Form an...

Die obere Frage wegen den Schamottsteinen ist noch ungeklärt, doch: Wieviele Tonnen Steine wurden bis jetzt im Ofen verbaut? Zu gewinnen gibs wieder ein Dinkelbrot, diesmal vielleicht ein luftiges Halbweisses, da wir kein Obereichi Vollkornmehl mehr haben (das natürlicher und regionaler nicht sein könnte, doch zum Backen gar nicht einfach ist, da es sehr wenig Kleber hat)...

29. Juni 2024

28. Juni 2024

Wettbewerb: Wer sendet uns das beste Brotrezept zu? Zu gewinnen gibt es, wie immer ein Brot, nach dem auserkorenen Rezept gebacken!

Der Ofen ist fast soweit, dass der Ofenbauer auf dem flach gemauerten Untergrund den Brennraum mit den Schamottsteinen aufbauen kann. Die alten Schamottsteine werden wir nicht in den Ofen einbauen können, doch vielleicht möchte jemand von Euch damit einen kleinen Pizzaofen bauen?

Das sind ganz wenige der Schamottsteine des alten Ofens...

Wettbewerb 2: Wie viele Schamottsteine bildeten den Himmel des alten Ofens?

Dies ist einer der 12 t der Tatürenquarzsandsteine aus Plasselb, welche tatsächlich auch Kristalle daran haben...Wir haben nun einen Kristallofen...

26. Juni 2024

So sehen unsere Dinkelbrote aus:

25. Juni 2024

es gibt noch ein paar Menschen, die das alte Handwerk mit Sumpfkalk verstehen...auch unser Ofen wird so 'zusammengeklebt'...

www.feinraum.ch

23. Juni 2024

Letzte Woche kam erstmals der Chef der Denkmalpflege vorbei, mit dem wir in der Vergangenheit ein paar Hühnchen zu rupfen hatten... Seine erste Aussage war: Was, der Ofen ist so gross?! Deshalb sei ihm nun klar, wieso der Maurer 12 t Steine anschaffen musste...Wir hoffen, es ist ihm nun auch klar, wieso der Wiederaufbau einiges kostet... und dass er von nun an brav das Geld der Steuerzahler zugunsten unseres Ofens unseren Bauarbeitern zukommen lässt...An Material hat der Ofen übrigens mehr Gewicht als viele Einfamilienhäuser...

Brotfrage: wieviel wiegt dieser Stein, der dann an der oberen Hälfte des Ofenlochs seinen Platz finden wird?

ratet noch ein wenig...es ist Krauchthal Sandstein...

124x40x28 sind die Masse des Sandsteinquaders...wer weiss, wie schwer dieser Krauchthalsandstein wiegt, der bekommt das nächste Dinkelschrotvollkornbrot aus dem Elektroofen. Noch diesen Herbst, werden die ersten Brote im Backofen im Bühl gebacken und können vorbestellt, nach Bern und Fribourg geliefert abgeholt werden... oder wie bis anhin per Post oder ähnlichem versendet werden...Der Kilopreis des Bio-Dinkelvollkornbrots aus dem Holzofen wird nach unseren ersten Berechnungen nach Materialkosten (Mehl, Hefe, Salz, Holz) etwa um die 15.- kosten. Für 2 Personen reicht so ein Brot locker eine Woche...Ein Dinkel-Bio- Halbweissbrot wird wohl günstiger, am billigsten wären die Goldkornmischungen aus der Dittligmühle. Was meint ihr dazu? Gibt es Brotlieferungsinteressenten?

22. Juni 2024

Nun ist der untere Teil des Ofens fertig. Bald kommt der Ofenbauer, um den Backraum aufzubauen...

17. Juni 2024

Die Frage, welche ich stellen wollte, es aber einfach vergessen habe, Alois lässt grüssen: Was ist ein 'Äschefall'?

25. Mai 2024

Während unserer Abwesenheit wurde ein wenig weitergebaut, vor allem wurden etliche Steine geliefert, sogenannte Tatüren Sandsteine. Diese sind hart wie zB Gneis, aber sind eben Sandsteine und für einen stabilen Bau des Ofens sehr geeignet....Brotgewinnfrage: Wieviele Tonnen Steine sind da auf unserem Parkplatz deponiert worden?

«WIR BRECHEN STEINE.» Der Tatürenstein ist ein Quarzsandstein aus der Flyschformation. Die Farben variieren von grau über beige bis zu weiss. Das macht den Naturstein optisch attraktiv und für gestalterische Zwecke geeignet. Der Quarzsandstein ist sehr druckfest und nimmt kaum Wasser auf. Das macht ihn frost- und witterungsbeständig und deshalb besonders langlebig, weshalb er ursprünglich vor allem im Strassenbau verwendet wurde. Der Tatürenstein eignet sich aufgrund seines reichen Farbspiels auch für Ziergärten, für die Stabilisierung von Böschungen und besonders als Stein für Trockensteinmauern, die einen wertvollen Lebensraum für Flora und Fauna bieten. Er wird aber auch im Hochbau eingesetzt.

Vom Steinmetz aus Bern stamme die handbeschlagenen Sandsteine, welche an der Front des Ofens verbaut werden, um optisch dem alten Ofen möglichst nahe zu kommen...Hier sieht man den bereits fast sm richtigen Ort stehenden Stein für den 'Äschefall' ....

6. Mai 2024

immer noch Februar... ;-) es ist lange her, dass es am 21.4. noch Schnee hatte hier oben...

es wurde emsig weitergebaut letzte Woche!

Jörg der 'Antikmaurer' und Leo sein Gehilfe leisten wertvollste Arbeit!

18. April 2024

Die Grundsteine sind gelegt...

unter 5Grad wird der Mörtel nicht hart, also muss der Ofen wieder ein paar Tage warten, ehe an ihm weitergebaut wird...

13. April 2024

Der gebrannte Mörtel hat ein Hüsli bekommen und wartet nun auf seine Verwendung. Die beiden Frontsteine links und rechts des Ofens sind gelegt. Der rechte grössere Stein ist derselbe wie beim alten Ofen, der linke östliche Stein musste durch den ehemals am Südostecken verbauten Stein ersetzt werden, da der ehemalige Stein beim leider zu gewaltsamen Abbruch gespalten wurde. Die hinteren Steine wurden ebenfalls bereits an ihren zukünftigen Platz gelegt...Sspeziell ist, dass das Hüsli und der Ofen nicht exakt parallel zueinander stehen, die Front des Ofens war und wird nicht im rechten Winkel zum Hüsli gebaut. Brotgewinnfrsge: Wer weiss den Grund dafür?

Für die Neulinge auf dem Kanal: Wir sind eine fünfköpfige Familie, Regula und Jürg und drei Kinder, aus dem Schwarzenburgerland mit vielen Katzen mit seltsamen Namen... Zuerst wollten wir den Ofen vor dem Verfall retten, doch ein grober Ofenbauer hat den alten Ofen bewusst einstürzen lassen...Etliches ging kabutt, so dass wir einen Baustopp veranlassten und schlussendlich nach einem neuen, feinsinnigen Maurer und Ofenbauer suchten. Nach langer Suchzeit, vielen Gesprächen und auch Wartezeit auf den Maurer konnten wir nach zwei Jahren den Wiederaufbau endlich beginnen. Der Maurer freute sich sehr, dieses Projekt anzugehen, da er spezialisiert ist, das alte Maurerhandwerk weiterzuführen. Der Ofenbauer restauriert vor allem alte Kachelöfen und liebt die alte Baukunst: www.perlerofen.ch Da der Wiederaufbau des Ofens 150'000.- teurer wird als die Renovation des alten Ofens, haben wir uns entschlossen, den Verein webakeit in Anlehnung an wemakeit zu gründen. Man kann Gönner werden und je nach gespendetem Betrag, Brote im Wert des Betrages beziehen ( Brotabo), die alte Backkunst mit diesem Ofen erlernen oder rund um das Brotbacken/ Pizzabacken einen Anlass (Geburtstagsfeier, Firmenausflug, Schulexkursion, etc) buchen...Weitere Ideen können gerne eingebracht und angefragt werden! Und natürlich dient dieser Kanal und später die Website einfach zum Verfolgen des spannenden Wiederaufbaus des Ofens, egal ob man nun Spender sein möchte oder auch nicht...

10. April 2024

dieses Licht- ein gutes Omen zum Start des Wiederaufbaus!

9. April 2024

eigentlich wäre heute der Baustart gewesen, doch der Schnee und der Regen haben dem Ofen noch einen Tag wartezeit beschert. Macht nichts...

das hässliche Eternitdach möchten wir, falls genügend finanzielle Mittel und Unterstüzung vorhanden, wieder schindeln lassen. Anfänglich hatte die Feuerpolizei gar keine Freude daran...doch wenn die Schindeln, welche einem Hagelsturm zum Opfer gefallen sind, in 300 Jahren nicht Feuer gefangen haben, wie sollten sie es jetzt tun? Es gibt einen Grund dafür, dass das Schindelholz trotz dem fehlenden Kamin nicht beginnt zu brennen. Ihr müsst nochmals die vorderen Posts lesen, darin versteckt findet ihr die Lösung! Preis: Ein Dinkelvollkornbrot. Zusatzfrage: Es gibt noch einen zweiten Grund, wer findet den raus? Auch dafür gibts ein Brot!

...und, macht doch noch etwas Werbung für die feinen Brote und meinen Kanal, danke!

ja, das ist Schnee!

5. April 2024

Heute besuchte ich das Ofenhaus von 1835 im kleinen Farnacker, etwa 10km vom Bühl entfernt. Es war ein Ofen der nach demselben Prinzip funktionierte, ehe später ein Kamin eingebaut wurde als Rauchabzug. Am schwarzen Holz und den Luftspalten zwischen den Aussenbrettern sieht man aber gut, dass der Rauch vorher durch die Rauchabzüge direkt ins Hüsli qualmte und via die Spalten dann Rauch raus und frische Luft ins Ofenhaus reinkam. Offenbar wurden hier speziell für den Ofen behauene Sandsteine eingesetzt und nicht wie im Bühl allerlei Steine aus abgebrochenen Häusern, runde Feldsteine, Nagelfluh und Tuffsteine...Besser erhalten ist hier die originale Eingangstüre. Da dieses Haus nicht unter Denkmalschutz steht, werde ich nochmals hingehen und fragen, ob ich diese Türe hier bei uns einbauen darf, ehe sie dem Zerfall zum Opfer wird...

die Kellertüre des Bauernhauses. Sicherlich waren hier reichere Leute am Bau beteiligt, aber auch die örtliche Nähe zu versch. Sandsteinbrüchen erlaubten diese noblere Bauweise...

Brotgewinnfrage: Wie nennt man dieses obere Mauerwerk über dem Brenn/ Backraum?

3. April 2024

die Kiste in welcher der Kalk mit dem Sand und Wasser leise vor sich hinköchelt...

2. April 2024

Heute wurde die Laufkatze installiert um die schweren Steine an ihren Platz zum Wiederaufbau des Ofens zu transportieren. Endlich war mal schönes Wetter, darum habe ich viele Fotos gemacht...damit es bald losgehen kann hat Jörg Sand mit genügendem Quarzanteil, gebrannten Kalk und Wasser in einem Holzkäfig angemischt. Zuerst kommt der Sand ca. 30cm, dann Kalk (1 Teil Kalk, 5 Teile Sand) Am Schluss hat er das Wasser hinzugefügt, was man Löschen des Kalkes nennt. Sechs bis acht Stunden kocht nun diese Mischung und wird bis 450 Grad heiss. Danach ruht diese Masse für sechs Tage, danach kann man den Mörtel (Sumpfkalk) als 'Leim' zwischen den Steinen verwendet werden.

Brot Gewinn Frage: Wie heisst diese oben beschriebene chemische Reaktion?

27. März 2024

Unser Ofenhaus ist in dem Sinne speziell, dass der Ofen freistehend in einem Holzhaus steht. Dies ist im Kanton Bern einzigartig, da normalerweise die Wände des Ofens auch die Wände der gemauerten Ofenhäuser sind. Diese gemauerten Ofenhäuser haben einen Kamin, wo die heisse Luft aus dem Ofen entweichen kann. Speziell an unserem Ofen ist, das es keinen Kamin gibt. Oben am Ofen hat es zwei Rauchabzüge, welche durch Steine verschliessbar sind. Sind die 'Rouchzüüg' offen während des Einfeuerns, entweicht viel Rauch durch die beiden Löcher in das Ofenhaus. Zuweilen nicht so angenehm zum Holz nachlegen...Deshalb hat das Holzofenhaus in der Süd- und Nordfassade, aber auch oberhalb der 'Flecken' Holzeinschalung westlich und östlich Luftschlitze zwischen den vertikal verbauten Brettern!

Und so hat der Ofen ausgesehen:

26. März 2024

Klammheimlich werkeln zwei Nachteulen am neuen Blog, wo neben den Bau- Neuigkeiten auch mehr Erläuterungen zum Projekt, zum Ofenhaus, zum Ort, zu den Initianten und den Handwerkern zu finden sein werden! Heute war der Baustart, Jörg Althaus, der Maurer und sein Bruder haben heute das Haus aufgeräumt und die Baustelle vorbereitet. Bilder dazu folgen Morgen bei Sonnenschein...

Kann sich jemand vorstellen, wie dieser riesige Steinofen vorher ausgesehen hat? Ich eröffne die Kommentarfunktion, treffende Zuschriften werden mit einem Elektroofenbrot belohnt!

Nächste Woche beginnt Jörg Althaus mit dem Ofenaufbau. Er liebt das alte Handwerk und wird den Ofen mit Mörtel und Kalk so mauern, wie man das vor 300 Jahren gemacht hat. Dazu müssen die Steine ein wenig feucht sein, da sonst der Kalk 'verbrennt' und nicht bindet. Es würde bloss Krümel geben und nicht eine feste, bindende Masse zwischen den einzelnen Steinen. Deshalb wurden die Steine nun ausgepackt, so dass sie noch ein wenig Feuchtigkeit aufnehmen können.

So sieht es nun im vorbereiteten Ofenhaus aus: Auf der Süd-Seite wird der Ofen direkt auf den verdichteten Erdboden gebaut, auf der Nord-Seite warten die schönsten und grössten Steine darauf, wiederverwendet, oder da brüchig, ausgeschieden zu werden...

Kann sich jemand ein Bild machen, wie der Ofen aus dieser Vielzahl von Steinen aussehen wird? Und eine einfachere Frage: Warum hat die Nord- und Südfassade so Schlitze zwischen den Holzläden? Es gibt nun schon zwei Brote zu gewinnen!

24. März 2024

heute Nacht gab es nochmals Schnee und der hat die schönen Frühlingsblumen versteckt

23. März 2024

Das Ofenhaus von 1771

Die Steine des zerlegten alten Ofens ausserhalb des Häuschens...

Die wertvollsten und grössten Steine unter dem schützenden Holzdach...

...dort wo jetzt die Leiter steht bis hinten an die Bretterwand, wird der alte Ofen mit den Massen 4x3m wiederaufgebaut. Die offenen Wände werden nach dem Wiederaufbau des Ofens wieder mit den gelagerten, alten Holz'läden' verschlossen!